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Interview mit Susanne Lamatz und Lina Urso

Wir machen unsere Ausbildung zur Industriekauffrau bei Zapp

Lina Urso und Susanne Lamatz kennen sich nicht persönlich. Doch sie haben viel gemeinsam. Sie sind beide angehende Industriekauffrauen, arbeiten zurzeit im Vertrieb und sind im zweiten Ausbildungsjahr. Susanne Lamatz macht ihre Ausbildung am Standort in Ergste, Lina Urso lernt bei Ferdinand Wagner in Pforzheim.

Vor der Ausbildung haben beide in anderen Unternehmen ein Praktikum gemacht, um zu prüfen, ob ein kaufmännischer Beruf wirklich so interessant ist, wie sie sich vorgestellt haben. Auch wenn der Praxis-Check am Ende zum gleichen Ergebnis führt, die Erfahrungen sind ganz unterschiedlich. Lina Urso darf am Ende des Praktikums schon „interessante Aufgaben bearbeiten“. Susanne Lamatz macht in ihrem Betrieb bis zum Ende Aktenablage. „Mir war damals zwar klar, dass das natürlich typische Aufgaben für eine Praktikantin sind“, erinnert sich die 19-Jährige. „Doch trotzdem war ich etwas enttäuscht.“

Aber Susanne Lamatz lässt sich davon nicht abschrecken, sie will Kauffrau werden. Heute im Vertrieb bei Zapp schätzt sie, dass sie mit Kunden aus vielen verschiedenen Ländern zu tun hat. Geschäftssprache ist dann natürlich Englisch und sie ist froh, dass sie in der Schule die Sprache als Leistungskurs hatte. „Außerdem habe ich von Zapp einen Kurs in ‚Business-English‘ bekommen, um alle wichtigen technischen und geschäftlichen Begriffe zu lernen“, sagt Susanne Lamatz.

Die vielen internationalen Kontakte schätzt auch Lina Urso. Sie hat sich deshalb ganz gezielt einen Ausbildungsbetrieb gesucht, der weltweit tätig ist. Außer deutsch spricht sie italienisch, englisch und französisch und besucht zurzeit einen Spanischkurs. Neben den vielen Sprachen reizt sie die Mathematik an ihrem Beruf. „Ich fand schon immer, dass es Spaß macht, mit Zahlen zu arbeiten und die Ordnung zu erkennen, die dahinter steckt“, sagt Lina Urso. „Mit dem richtigen Verständnis ist auch so etwas scheinbar ‚Trockenes‘ wie Rechnungslegung viel interessanter, als viele Schüler glauben.“

Beide Frauen schätzen außerdem, dass ihnen während ihrer Ausbildung auch technische Kenntnisse vermittelt werden. „Wenn ein Kunde eine Frage hat, muss ich ja eine Vorstellung davon haben, was er machen will und welches Material er benötigt“, sagt Susanne Lamatz. „Natürlich mache ich als Kauffrau keine technische Beratung, das übernehmen selbstverständlich Ingenieure. Zumindest muss ich aber so viel verstehen, dass ich an die richtige Stelle weiterverbinde.“

Fundierte Ausbildung mit Entwicklungsmöglichkeiten

Lina Urso ist sicher: Sie bekommt eine fundierte Ausbildung, mit der sie gute Chancen auf ihrem weiteren Berufsweg hat. Wie es nach der Ausbildung weitergeht, weiß sie, genau wie Susanne Lamatz, noch nicht so genau. Ein Studium wäre eine Möglichkeit, die beide in Betracht ziehen. „Auf jeden Fall möchte ich nach der Lehre erst einmal Berufserfahrung sammeln“, sagt Lina Urso. Das möchte auch Susanne Lamatz. Sie kann sich gut vorstellen, später im Vertrieb bei Zapp zu arbeiten.

Die Ausbildung für Industriekaufleute ist bei Zapp auf zwei Jahre angelegt. Standardmäßig wird die eigentlich dreijährige Ausbildung also verkürzt. Nicht nur deshalb ist Susanne Lamatz davon überzeugt, dass neben guten Schulnoten vor allem eine gewisse Hartnäckigkeit in ihrem Beruf wichtig ist. „Man muss sich eben manchmal durchbeißen und sich selbstständig auch in schwierige Themen einarbeiten. Wer dabei schnell aufgibt, hat ein Problem“, sagt sie. „Außerdem muss man kommunikativ sein. Wer erst zweimal überlegt, bevor er ans Telefon geht, wird zumindest im Vertrieb wohl eher nicht glücklich.“