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Gute Vorbereitung ist der halbe Ausbildungsplatz
Interview mit Caroline Göhmann und Carolin Vohla (HR)

Die Ausbildungsplätze bei Zapp werden in den kommenden Monaten besetzt. Ab Sommer beginnt die heiße Phase für das Ausbildungsjahr 2014. Doch im Kampf um die besten Köpfe verlässt sich die Zapp-Gruppe schon lange nicht mehr allein auf den eigenen guten Ruf. Carolin Vohla und Caroline Göhmann sind auf Messen und Ausbildungsbörsen präsent. Sie suchen dort das direkte Gespräch mit den Azubis von morgen.

Hotwire (HW): Sie haben inzwischen schon unzählige Gespräche mit Schülerinnen und Schülern geführt, die einen Ausbildungsplatz suchen. Wann haben Sie das Gefühl, dass es ein erfolgreiches Gespräch ist?
Carolin Vohla (CV): Das merken wir meistens schon in den ersten Minuten. Dann wird deutlich, ob sich unser Gesprächspartner vorbereitet hat. Gute Bewerber haben eine Vorstellung von dem Ausbildungsberuf, den sie erlernen möchten, und haben sich auch über die Zapp-Gruppe - d. h. unsere Produkte, Geschäftsbereiche und Standorte - informiert.
Caroline Göhmann (CG): Eigentlich reicht es für das erste Gespräch schon, sich vielleicht eine halbe Stunde auf der Zapp-Homepage aufgehalten zu haben. Wirklich interessierte Schüler finden dort alle Informationen, die als Grundlage für die erste Kontaktaufnahme nötig sind. Denn die Frage "Warum interessieren Sie sich für einen Ausbildungsplatz bei Zapp?" sollte schon mit mehr als Allgemeinsätzen beantwortet werden.
HW: Was ist der größte Fehler, den Schüler auf einer Messe oder Ausbildungsbörse machen können?
CV: Sicherlich den, die Chancen einer Messe oder Börse nicht zu erkennen. Oft kommen Schüler zu uns an den Stand, machen ein paar "coole" Sprüche, fragen nach Werbegeschenken und verschwinden wieder. Dabei könnten gerade die Schüler mit den nicht ganz so guten Zeugnissen hier Boden gut machen. Das persönliche Gespräch, der erste Eindruck, kann die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz verbessern. Dazu zählt übrigens auch eine überlegte Wahl der Kleidung – zerschlissene Jeans, Mini-Kleider und Kopfhörer auf den Ohren sind an dieser Stelle sicherlich unpassend. Aber je nach Ausbildungsberuf sind natürlich gute Noten in Englisch oder Mathe nötig, egal welch "guten Eindruck" man im Gespräch macht. Und an der Grundvoraussetzung "Realschulabschluss" oder "Abitur" ist je nach Ausbildungsberuf ebenfalls nicht zu rütteln.
HW: Aber ist es nicht so, dass sich Schulabgänger inzwischen den Betrieb aussuchen können? Gibt es nicht bereits einen Azubi-Mangel?
CG: Natürlich ist die Zahl der Bewerbungen in den vergangenen Jahren zurückgegangen, aber bisher konnten wir glücklicherweise immer alle Ausbildungsplätze mit geeigneten Schülern besetzen. Ich denke, die Besten eines Jahrgangs hatten auch vor Zeiten des Azubi-Mangels und der demografischen Probleme, die uns heute beschäftigen, keine Probleme, nach der Schule einen Ausbildungsplatz in einem angesehenen Betrieb zu finden. Allerdings hat die Zapp-Gruppe mit ihren vielseitigen und zukunftsorientierten Ausbildungsangeboten eben stets gute Karten im Kampf um die "besten Köpfe". Im Übrigen stehen wir auf dem Standpunkt, dass man besser einen Ausbildungsplatz unbesetzt lässt, als ihn mit einer ungeeigneten Person zu besetzen.
HW: Wann sind die nächsten Messen, auf der Sie vertreten sind?
CV: Am 19. September 2013 sind wir auf der Ausbildungs- und Studienbörse „Karriere im MK“ in Hemer. Die Ausbildungsbörse ist eine gemeinsame Veranstaltung aller Städte aus dem Norden des Märkischen Kreises. Das ist sicher ein wichtiger Termin, zu dem die Interessenten im Idealfall direkt eine gute Bewerbungsmappe mitbringen. Das Mitbringen einer Bewerbungsmappe zu Ausbildungsmessen möchten wir den Schülern generell wärmstens empfehlen, denn wir nehmen uns dann vor Ort gern die Zeit, sofort ein erstes kleines Bewerbungsgespräch zu führen – dabei können Bewerber direkt punkten und positiv auffallen! Dies gilt übrigens auch für Schüler, die sich bei uns für ein Jahrespraktikum bewerben wollen. Außerdem können wir ankündigen, dass wir natürlich auch wieder bei der im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Schwerter Ausbildungsbörse in der Rohrmeisterei am 10. Oktober 2013 dabei sein werden.
HW: Was ist denn, wenn Besucher der Ausbildungsbörse sich zwar vorbereitet haben, aber die Firma Zapp erst beim Rundgang entdecken, sich also nicht gezielt auf das Gespräch mit Ihnen vorbereitet haben?
CG: Dann kann man uns natürlich trotzdem gerne ansprechen. Die jungen Leute können dann ja mit offenen Karten spielen. Wenn sie trotzdem wissen, was für einen Beruf sie lernen wollen, gute Fragen stellen und gute Antworten parat haben, bleibt dennoch ein positiver Eindruck. Wichtig ist vor allem echtes Interesse. Wir nutzen die Börse ja auch, um die jungen Leute zu erreichen, die uns bisher noch nicht kennen.
CV: Die, die wirklich auf der Suche nach einem guten Ausbildungsplatz sind, gehen meistens alleine über die Ausbildungsbörse. Vielleicht zusammen mit einem Freund oder einer Freundin, wenn sie noch etwas unsicher sind. Aber in einer Kleingruppe ernsthafte Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen zu wollen, ist zum Scheitern verurteilt.
HW: Dann zum Formalen: Worauf achten Sie bei einer Bewerbungsmappe?
CV: Sie muss ordentlich sein. Das heißt: Keine Flecken, keine Rechtschreibfehler, vollständige Unterlagen. Wer sich unsicher ist, sollte seine Eltern Korrektur lesen lassen oder seinen Lehrer fragen. Das Anfügen eines Bewerbungsfotos ist zwar keine Pflicht - wenn aber ein Foto beigefügt wird, sollte es ein vernünftiges Bild vom Fotografen sein. Oft bekommen wir weniger gute „Selbstversuche“ oder gerade junge Frauen zeigen zu viel Haut. Außerdem gehört in die Bewerbung ein Anschreiben aus dem hervorgeht, warum Interesse am Beruf besteht.
CG: Der Versuch eine besonders originelle Bewerbung zu gestalten, geht übrigens oft schief. Eine klassische, dafür aber fehlerfreie, Bewerbung ist in der Regel die bessere Variante. Also Lebenslauf, die beiden letzten Zeugnisse, relevante Praktikumsnachweise und ein individuelles Anschreiben.
HW: Auf welchem Weg sollten sich die jungen Leute bewerben?
CG: Per Post oder mit einer E-Mail. Wir akzeptieren beides. Allerdings sollte es mit der Bewerbung jetzt nicht mehr allzu lange dauern, da das Auswahlverfahren für ein neues Ausbildungsjahr immer etwa ein Jahr vor Ausbildungsbeginn startet.